Marke & Logo

Wenn sie ein neues Unternehmen gründen stellen Sie naturgemäß andere Überlegungen an als bei einem bereits bestehenden Unternehmen. Grundsätzlich definieren Sie vorab einige entscheidende Produktdetails:

  • Was will ich vertreiben?
  • Woraus ist es hergestellt?
  • Wie wird es hergestellt
  • In welchem Preissegment liegt es?
  • usw.
  • will ich evtl. unter dieser Marke später weitere Produkte verkaufen?

Letzterer Punkt ist nicht zu unterschätzen, da ich mein Produktportfolio evtl. später erweitern will und die gewählte Marke dies dann nicht zulässt (z.B.“fair trade“).

 

Logo

Das Logo soll den Wiedererkennungswert, die Einmaligkeit herausstellen. ein häufiger Fehler hierbei ist, dass nicht auf die Skalierbarkeit des Logos geachtet wird. Selbst die Weltmarke VW ist mit kleinem Logo relativ schlecht zu erkennen, während das Logo der „Deutsche Bank“ gut skalierbar ist.

Selbstverständlich sind beide Logos einmalig. Andere weltbekannte Logos sind z.B. die von Coca-Cola und Nivea. Selbst wenn man diese Logos mit anderen Schriftzügen in gleicher Schriftart versieht, denkt man zuerst an … eben, Coca-Cola und Nivea. Unternehmen entwickeln sogar eigene Schriften um sich wettbewerbsrechtlich zu schützen.

Werbebriefe

Wie viele Werbebriefe bekommen Sie wie viele lesen Sie? Wenn man jetzt noch weiterfragt wie viele Werbebriefe eine Reaktion bei Ihnen ausgelöst hat, dürfte die Zahl gegen null gehen.

Warum ist das so?
In den Klein- bis Mittelständischen Unternehmenden werden Werbebriefe oftmals nebenbei gemacht. Fachlich sicherlich einwandfrei, psychologisch jedoch von Laien geschrieben und deshalb so interessant wie ein Schnitzel für einen Veganer. Übergeben Sie die Briefaktion vollständig an eine Marketingagentur, stellen Sie unbedingt sicher, dass die Verknüpfung von Sachverstand und Kreativität permanent vorhanden ist.

Bereits in den ersten 2 Sekunden fesseln Sie den Adressaten oder auch nicht. Im zweiten Fall landen diese Botschaften also ungelesen im Müll – eine zweite Chance gibt es nicht.

Was bedeutet das jetzt für ihre Werbebriefe?
Das Bewusstsein einiger weniger Grundsätzlichkeiten bezüglich Aufbau und Inhalt vergrößert Ihren Werbeerfolg enorm. Grundsätzlich überfliegen wir alle unsere Post vom Logo ausgehend und dann von links nach rechts unten im Zickzack. Hier müssen wir einige wenige Eyecatcher als Vorteile einarbeiten, damit unser Kunde erkennt, dass ihm dieses Werbeschreiben Vorteile bringt und er weiterliest. Das wären also dann die Sekunden „2+“.

Grundsätzliche Regeln in Werbeanschreiben:

  1. Das Logo
    Sollte sich immer rechts oben befinden, damit es beim schnellen Durchblättern in einer eventuellen Ablage schnell gefunden werden kann.
  2. Das Adressfeld
    Die vollständige und richtige Firmierung sollte selbstverständlich sein. Benennen Sie ihren Adressaten korrekt mit Vor- und Nachnamen und vermeiden Sie „Geschäftsführung“ o.ä..
  3. Das Datum
    Monatsdaten  wie „März 2018“ vermitteln den Eindruck von Massensendungen. Besser ist ein tagesgenaues datum wie 10.März 2018
  4. Die Betreffzeile
    Formulieren hier den Kundenvorteil wertmäßig! Eine Betreffzeile „Die neue Solartechnik mit XY-batterie ist da“ ist relativ nichtssagend. Besser kommt es, wenn der Kunde seinen Vorteil direkt erkennt „Runter mit den Kosten: 20% Einsparung bei der neuen Solartechnik mit XY-Technologie.
  5. Die Anrede
    Alle Datenbankprogramme lassen eine personalisierte Anrede zu. Wer seinen Kunden hier nicht richtig und mit Namen anschreibt, disqualifiziert sich selbst.
  6.  Der Werbetext
    Weniger ist oft mehr. Viele Unternehmen überschütten den Adressaten mit „Vorteilen“. Dies wirkt abschreckend und erhöht die Chance auf den Papierkorb. Besser ist es in wenigen Absetzen mit den Schlüsselbegriffen
    Ihr Vorteil………….
    Sparen Sie…………
    Ihre Chance………
    zu arbeiten.
  7. Unterschrift
    Die Unterschrift sollte lesbar und aus psychologischer Sicht blau sein. Wahrend schwarze Unterschriften den Eindruck von Massendrucksachen erwecken, steht eine blaue Unterschrift für einen „handgeführten Kugelschreiber“ und persönlicher Werbung. Selbstverständlich kann ein Werbeschreiben auch als Massenversand herausgehen. Hier sollte aber dann darauf geachtet werden, dass es sich um eine hochauflösende, blaue Unterschrift handelt.
  8. Textlänge
    Ein Werbeschreiben darf 1 DIN A4 Seite nicht überschreiten. Wenn diese Regel eingehalten wird, haben Sie gute Chancen werbemäßig wahrgenommen zu werden.
  9. Das PS:
    Das Postscriptum ist ein Instrument, mit welchem früher Nachsätze unter Briefen aufgeführt wurden damit nicht der gesamte Brief noch einmal geschrieben werden musste. Im Werbeschreiben machen wir uns dies zu Nutze um nochmals besondere Aufmerksamkeit zu erregen. Zum Beispiel:PS:
    Rufen Sie noch heute unseren Herrn Müller an um über die Fördermöglichkeiten durch die Bundesregierung zu sprechen. Die Fördermöglichkeiten sind zeitlich begrenzt und nur solange gültig wie die Fördertöpfe nicht ausgeschöpft sind.
    – Neue Solartechnik mit XY-Technologie
    – 20% Heizkosteneinsparung
    – Fördermöglichkeit über den Bund möglich 

    Das PS darf ruhig fett dargestellt werden. So bleibt das Auge des Kunden nochmals an „seinen Vorteilen durch ihr Angebot“ hängen. Selbst wenn er den Brief nur flüchtig wahrgenommen hat, bleibt die PS-Botschaft hängen.

Werbefehler

Wir helfen unseren Kunden eine individuelle, Zielgruppengerechte Werbeaussage zu treffen und erstellen gemeinsam mit unserem Kunden ein entsprechendes Konzept. Zielführend sind hierbei die Grundsätze der Wahrheit, Klarheit und Individualität. Alle drei Grundsätze formen die eigene „Marke“.

Werbefehler sind nicht nur ärgerlich sondern kosten auch Geld – ihr Geld. Folgende Werbefehler sollten deshalb unbedingt vermieden werden:

1. Aggressive Verkäufe über den Preis.
Besser: Kommuniziere die Vorteile deines Produktes, was macht es einzigartig?

2. Kundenanalyse? Überflüssig wie ein Kropf.
Besser: Was erwartet die Zielgruppe? Nur wenn ich weiß, was potentielle Kunden von meinem Produkt erwarten, kann ich die Werbebotschaft und die Vorteile klar kommunizieren.

3. Die Kunden mit Vorteilen überhäufen, „zutexten“.
Besser: Ein kurzes, knackiges Argumentationskonzept entwickeln. Zum Schluss ein starkes Argument als Abschluss welches in Erinnerung bleibt.

4. Ständige Wiederholung der Argumentation.
Besser: Der Werbeaufbau berücksichtigt alle Marketinginstrumente wie z.B. den Einsatz von Wort, Bild, Grafik und Farbe. Evtl. werden auch Ton- und Videosequenzen eingebracht.

5. Werbung des Wettbewerbs kopieren.
Besser: Die Vorteile, z.B. Serviceleistungen, herausstellen. Über individuelle Marketingansprache alle Werbekanäle nutzen.

6. Sachliche Werbung bringt Kunden.
Besser: Im Einheitsbrei der Werbung mit Kreativität auffallen. Der Fantasie freien Lauf lassen und neue Wege beschreiten. Kreative Werbung fällt auf und bringt Erfolg.

7. Vergleichende Werbung.
Besser: Kommuniziere die Vorteile deines Produktes, was macht es einzigartig?

Während der Punkt 7 jedoch auf einen Anbieter bezogen ist, ist Punkt 1 ausschließlich auf den Preis fixiert und gleichzeitig auch der gefährlichste Werbefehler. Als Beispiel sei hier die „Geiz ist geil“ – Werbebotschaft genannt, die langfristig zu einem echten Problem wurde.

Im täglichen Alltag gibt es andere Beispiele, die durch genau diesen Fehler sich eigentlich die Fahrkarte in die Pleite erkaufen. Wir erleben z.B. Bäcker, die um jeden Preis ihre Brötchen und Brote zum Discounterpreis „um die Ecke“ anbieten. angeblich müssen sie dies um überhaupt noch Umsatz zu machen. Ein Bäcker ist jedoch ein „Meister des Handwerks“ der mehr kann als Billigprodukte herstellen.

Bäcker, welche sich auf diese Fähigkeiten besinnen und hochpreisige Qualitätsbackwaren anbieten, werden immer die Kunden hierfür haben. Was würden sie z.B. ihren Gästen an der Kaffeetafel anbieten?

Farben in der Werbung

Im Werbebereich wird Farbe ganz bewusst eingesetzt. Farben wecken Emotionen und können Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg einer Werbeaktion haben. Besonders im Logo-Bereich kommt der Farbe eine entscheidende Bedeutung zu. So steht z.B. die Farbe Blau seit jeher für Seriösität wohingegen die Farbe Orange eher den Spaßfaktor symbolisiert. Im Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbereich wird dagegen gerne die Farbe „Blau“ verwendet um die Seriösität herauszustellen.

Als Beispiel kann man folgende Wirkungen beobachten:

Farbe  Assoziation Werbebeispiel
RotWärme, Leidenschaft, Liebe, FeuerCoca Cola,
RosaMädchenhaft, Soft, JugendlichAlways Ultra
OrangeAktiv, Spaß, Kreativ, EnergieMediaMarkt
GelbGute Laune, Sonnig, LebendigReisen
ViolettGeheimnisvoll, Luxus
GrünNatürlich, BeruhigendTee
BlauSeriös, Vertrauen, Sachlich, Kalt Banken, Versicherungen
BraunWarm, Natürlich, Genuss, Kaffee, Holz
GrauHochwertig, Kompetent, EdelJuwelier
SchwarzSachlich, Edel, Funktional, Modern
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